Altern in Würde muss gesichert sein

Es gibt ein Versprechen in Oberösterreich, dass auch in Zukunft ein Altern in Würde gesichert sein muss. Die Oberösterreicher sollen sich darauf verlassen können, dass sie die beste Pflege bekommen.

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer

In Oberösterreich wird die Zahl der Pflegebedürftigen von derzeit rund 80.000 auf 94.000 Personen im Jahr 2025 anwachsen. Alleine in der Altenbetreuung bis dahin rund 1.600 zusätzliche Pflegekräfte benötigt. Auf Initiative der OÖVP wurde im OÖ. Landtag ein Unterausschuss eingerichtet, der sich diesem wichtigen Zukunftsthema widmen wird. Pflege betrifft uns alle, daher ist es wichtig, dass wir uns diesem Thema über alle Parteigrenzen hinweg widmen.

Leitlinien der OÖVP-Pflegeoffensive

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MOBIL VOR STATIONÄR
Konsequenter Ausbau von mobilen Pflegeangeboten, damit Pflegebedürftige so lange wie möglich daheim bleiben können.

 

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ENTLASTUNG PFLEGENDER ANGEHÖRIGER
Ausbau von Kurzzeit-Pflegeplätzen und Tagesbetreuungszentren sowie die Stärkung des AngehörigenEntlastungsDienstes (AED)

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BÜROKRATIEABBAU IN PFLEGEHEIMEN
Weniger Zeit für Formulare, mehr Zeit für die Pflegebedürftigen. Wir brauchen Altenpfleger und nicht Aktenpfleger.

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QUALIFIZIERTES PERSONAL UND ZEITNAHE AUSBILDUNGSOFFENSIVE
Die Ausbildungslücke für 15-17- Jährige muss geschlossen werden, damit junge Menschen (wie in anderen Berufen auch) bereits nach der Pflichtschule in die Pflegeausbildung starten können. Für Wiedereinsteiger braucht es noch bessere berufsbegleitende Ausbildungswege. Pflegeassistenten sollen auch im stationären Dienst (insb. Altenheime) arbeiten dürfen.

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FINANZIELLE ABSICHERUNG
Erhöhung des Pflegegeldes, das schon lange nicht mehr valorisiert wurde. Als OÖVP fordern wir aber auch einen Paradigmenwechsel beim Pflegegeld: Jene, die zuhause gepflegt werden, sollen von einem Pflegegeld-Bonus profitieren. Damit schaffen wir einen wichtigen Anreiz für die Pflege in den eigenen vier Wänden. Außerdem muss Demenz bei der Pflegegeld-Einstufung endlich realistisch bewertet werden.

 


OÖVP-PFLEGEOFFENSIVE: 3 SCHRITTE ZUR PFLEGEABSICHERUNG

Pflege muss vom Mangelberuf wieder zum Traumberuf werden

Die Absicherung der Pflege gehört zu den großen Herausforderungen. „Wir wollen hier alle Möglichkeiten ausschöpfen und neue Wege gehen. Denn in Oberösterreich müssen beste Pflege und ein Altern in Würde weiterhin gesichert sein“, so LH Thomas Stelzer. Drei konkrete Maßnahmen wurden diese Woche vorgestellt.

Ausbau der Pflegeausbildung in den Landwirtschaftlichen Berufs- und Fachschulen
  • Wir schaffen eine echte Pflegeausbildung an den oö. Landwirtschaftlichen Fachschulen:
    o Ab 2020 können Schüler nach drei Jahren einen Abschluss als „Heimhelfer“ erlangen.
    o Noch heuer wird ein zusätzliches viertes Ausbildungsjahr geschaffen, in dem Schüler ihre Ausbildung als Fachsozialbetreuer mit dem Schwerpunkt Altenpflege (FSB-A) abschließen können.
  • Von der neuen Ausbildung profitiert der ländliche Raum: Die Angebote für die vierjährige PflegeAusbildung wird es in Andorf, Hagenberg und Kleinraming geben.
  • Das heißt in der Praxis: Junge Leute können nun direkt nach der Pflichtschule in die Pflegeausbildung einsteigen. Die Ausbildungslücke zwischen 15 und 17 Jahren wird geschlossen. Und es werden die wichtigen Ausbildungsmöglichkeiten in den Regionen geschaffen.
  • Unabhängig davon werden die Ausbildungsplätze in der Altenpflege verdoppelt. Ab 2019 werden in Oberösterreich insgesamt 1.080 Plätze angeboten.
Faires Gehalt: 95 % Gehaltsdeckel im ersten Jahr fällt 
  • Im Besoldungsrecht für den öffentlichen Dienst in Oberösterreich gibt es eine Regelung, wonach neu aufgenommene Mitarbeiter im ersten Jahr nur 95 Prozent des ihnen zustehenden Gehalts bekommen. Davon sind auch die Pflegekräfte betroffen.
  • Diese Regelung wird aufgehoben. LH Thomas Stelzer wird dazu am 11. Februar 2019 der oö. Landesregierung einen entsprechenden Gesetzesentwurf zur Beschlussfassung vorlegen.
  • Das heißt mehr Gerechtigkeit in der Praxis: In Zukunft gibt es 100 Prozent des Verdienstes ab dem ersten Tag für Pflegekräfte sowie alle anderen Landes- und Gemeindebedienstete.
Ausbau der Studienangebote im Pflegebereich
  • Das Studienangebote und die Weiterbildungsmöglichkeiten an der Fachhochschule für Gesundheitsund Krankenpflegeberufe werden ausgebaut: 1.800 Studienplätze ab Herbst 2019
  • Zwei neue Studienstandorte in Ried und Vöcklabruck.
  • Mit einem neuen Stiftungsmodell werden gezielt Um- und Wiedereinsteiger in die Pflege für ein Studium angesprochen.
  • Das heißt in der Praxis: Mit den neuen Angeboten können mehr Menschen für Pflege- und Gesundheitsberufe begeistert werden.

Die Umsetzung hat begonnen: Was wir bereits erreicht haben

Durch den vehementen Einsatz aus OÖ ist es gelungen, dass das Fachkräftestipendium für Pflegeberufe verlängert wird. Eine Pflegeausbildung darf nicht am Finanziellen scheitern.

2019 wird ein besonderer Schwerpunkt in der oö. Arbeitsmarktstrategie im Bereich der Pflege gesetzt. Bereits 2018 wurden hier insgesamt 600 Ausbildungsplätze für Fachsozialbetreuer Altenpflege (FSB-A) und diplomiertes Personal gefördert.

Das Sozial- und Pflegebudget steigt auch 2019 wieder um 4,3 % - eine der größten Erhöhungen aller Ressorts.

In den Landwirtschaftlichen Fachschulen werden ab 2020 die Abschlüsse „Heimhilfe“ und „Fachsozialbetreuer Altenpflege“ (FSB-A) ermöglicht.

Im mobilen Dienst dürfen seit 2019 auch Pflegeassistenten (einjährige Ausbildung) arbeiten.

Im Herbst 2018 wurde auf Initiative der OÖVP der „Unterausschuss Pflege“ gestartet. Dort konnten wichtige Schritte im Bürokratieabbau auf Schiene gebracht werden (z.B. einheitliche Anforderungsstandards und die Entrümpelung der Alten- und Pflegeheimstatistik)

Verdoppelung der Ausbildungsplätze in der Altenpflege: 1.080 Plätze ab 2019

Ausbau der Studienangebote an der FH für Gesundheitsberufe