Fachkräfte sichern - Standort stärken

Tun, was dem Land gut tut - unser Leitsatz für 2019.
Oberösterreich ist mit seinen starken Unternehmen der Wirtschaftsmotor der Republik: Die wirtschaftliche Entwicklung am Standort OÖ ist äußerst postitiv, die Arbeitslosenquote ist im Bundesländervergleich sehr niedrig. In den letzten Jahren ist jedoch ein massiv ansteigender Fachkräftemangel zu verzeichnen. 8 von 10 Unternehmen haben aktuell einen Mitarbeiterbedarf. Derzeit fehlen in Oberösterreich 30.000 Fachkräfte, bis 2030 werden rund 127.000 Fachkräfte über alle Qualifikationsniveaus hinweg fehlen. Technische Berufe (Metallverarbeitung, Maschinenbau, Elektrotechnik, Bautechnik), IKT-Fachkräfte, Gastronomie und Tourismus, Gesundheit und Pflege sowie zT auch Handel und Transportwesen - das sind Bereiche, die laut Analysen und Befragungen von Expertinnen und Experten aufweisen, dass jetzt bereits ein Mangel an Fachkräften besteht.

Um unseren Standort für die Zukunft abzusichern, brauchen wir mehr qualifizierte Fachkräfte. Wir tun, was dem Land gut tut - daher gehen wir auch bei diesem Thema in die Offensive. 
Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer

Im Rahmen der OÖVP-Jahresauftaktklausur beim Luftfahrtunternehmen FACC in St. Martin im Innkreis haben wir dazu ein Maßnahmenbündel präsentiert. Davon sollen die Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher, die Unternehmen und unser Land als Ganzes profitieren. Durch gezielte Qualifizierungsmaßnahmen wollen wir vor allem auch jene zurück in den Arbeitsmarkt holen, die zurzeit keinen Job haben. All das soll dazu beitragen, damit Oberösterreich zu einem Land der Möglichkeiten wird.

 

OÖ. Powerprogramm Fachkräfte

Um die Herausforderung des Fachkräftemangels zu bewältigen und um den Arbeitsmarkt und Standort Oberösterreich für die Zukunft abzusichern, sind aus der Sicht der Oberösterreichischen Volkspartei folgende Maßnahmen im Rahmen einer Fachkräfteoffensive für unser Bundesland erforderlich:

Der Fachkräftemangel wird immer mehr zum Bremsklotz für die heimische Wirtschaft. Deshalb setzen wir auf ein umfassendes Programm zur Qualifizierung auf allen Ebenen - von der Lehre bis hin zu den Fachhochschulen und Universitäten.

Ist ein gesellschaftspolitisches Ziel, das durch ein Maßnahmenbündel erreicht werden soll.

Ist bereits gestartet, diese wird mit Einbindung aller Stakeholder erarbeitet und wird ein jährliches Check-Up-Modul zum schnellen Anpassen enthalten.

Digitale Kompetenz ist in der modernen, digitalen und vernetzten Arbeitswelt eine Grundvoraussetzung. Deshalb wollen wir die digitale Fitness der Menschen in Oberösterreich gezielt trainieren.

Der Bund kürzt AMS-Budget um 17%, das Land OÖ kürzt nicht, sondern investiert diese freien Mittel in eine Verstärkung der Maßnahmen zur Gewinnung von Arbeitskräften. Es ist geplant, die Mittel vor allem in die Qualifizierung von Jugendlichen zu investieren - Start im Jänner 2019.

Mit Fokussierung auf 3-Säulen-Modell: Qualifizierung, Aktivierung, Neugewinnung.
Um den Fachkräftebedarf zu decken, werden wir auf mehrere Säulen setzen: Neben der (Weiter-)Qualifizierung müssen wir bestehende, aber noch nicht gehobenen Potentiale nutzen. Gleichzeitig müssen wir bei der Gewinnung neuer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für unsere Betriebe auch über die Grenzen Oberösterreichs hinaus blicken. Positivie Maßnahmen: "Rot-Weiß-Rot"-Card und Regionalisierung der Mangelberufsliste.

Warum ist der Pakt für Arbeit und Qualifizierung nötig?

  • Die Auftragslage ist erfreulich hoch und die Arbeitslosenquote niedrig. Das heißt aber auch: der Bedarf an Fachkräften steigt.
  • Die oö. Bevölkerung wird älter und die Zahl der arbeitenden Personen geht zurück.
  • 8 von 10 Unternehmen suchen schon jetzt nach Fachkräften. Besonders betroffen sind die Branchen Gastronomie und Tourismus, Gesundheit und Pflege, Handel und Transportwesen sowie viele technische Berufe


So funktioniert die Fachkräftesicherung?

  • Bedarfsgerechte Qualifizierung: fachliche Förderung für Gruppen mit erhöhter Arbeitslosigkeit
  • Aktivierung von Fachkräftepotenzialen: jene Menschen für den Arbeitsmarkt zurückgewinnen, die aktuell nicht erwerbstätig sind
  • Gewinnung und Bindung von Fachkräften: Der Fachkräftebedarf kann nicht alleine in OÖ gelöst werden. Es braucht auch Fachkräfte aus anderen Bundesländern, Europa und Drittstaaten.
  • Einsatz von Schlüsselprojekten wie z.B..:
    o Initiative „Go Mobile“: Seit Februar werden gezielt Fachkräfte aus Wien für oö. Betriebe gesucht
    o Initiative „Talent Attraction Programm Upper Austria” mit dem OÖ international als attraktive Arbeitsregion positioniert wird, um qualifizierte Fachkräfte zu gewinnen.
    o Schwerpunkt Pflegeberufe: 600 geförderte Pflegeausbildungsplätze werden zur Verfügung gestellt
  • Insgesamt wird Oberösterreich im Jahr 2019 über 232 Mio. Euro in die Fachkräftesicherung investieren. Davon profitieren rund 96.000 Personen.

Was wollen wir damit erreichen?

  • Land der Möglichkeiten schaffen: Oberösterreich soll ein Land sein, das Chancen für Arbeitnehmer, Unternehmer und Lernende bietet, die andere Länder nicht bieten können.
  • Die besten Köpfe anlocken: Oberösterreich soll das neue, pulsierende und spannende Zentrum werden, das die Besten anzieht.
  • Oberösterreich zu einem Top-Standort machen: Die besten Fachkräfte sind das beste Argument, um auch international noch stärker auf unser Land aufmerksam machen und spannende Unternehmen aus dem In- und Ausland anlocken zu können.

Zum Beispiel mit der Dualen Akademie der WKOÖ. Maturanten, die nicht sofort ein Studium anstreben, aber auch Studierende ohne Studienabschluss oder Berufsumsteiger in die Lehre bringen.

28.1.2019:
Talent Attraction Programm (TAP):
Oberösterreich wendet insgesamt 3 Millionen Euro in den kommenden 3 Jahren zur Gewinnung von Fachkräften aus dem In- und Ausland auf. 
 

Wenn Oberösterreich im Wettbewerb der Wirtschaftsregion weiterhin erfolgreich sein und zu den Spitzenregionen in Europa aufschließen will, dann müssen unseren Betrieben genügend Fachkräfte zur Verfügung stehen.

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Landesrat Markus Achleitner

Mehr Infos 

 

29. Jänner 2019:
Bundeskanzler Sebastian Kurz unterstützt oö. Fachkräfte-Initiative "go mobile" von Wirschafts-Landesrat Markus Achleitner:
"Hohe Arbeitslosigkeit in Wien und Fachkräftebedarf in Oberösterreich - wenn Arbeitssuchende in Wien entsprechend Flexibilität zeigen, dann gibt es win-win-Situation für beide Bundesländer"

Oberösterreich als Wirtschafts- und Industriebundesland Nr. 1 in der Republik bietet viele attraktive und zukunftssichere Arbeitsplätze. Ich appelliere an die Arbeitssuchenden in Wien, diese Chance zu nutzen

Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner

Die oö. Initiative „go mobile“ sieht vor, dass Fachkräfte, die in Wien als arbeitslos vorgemerkt sind, durch eine Kooperation mit dem AMS Wien und dem AMS OÖ in Verbindung mit einer eigenen Servicestelle vor Ort in der Bundeshauptstadt direkt erreicht werden können: „Diese sollen in einem persönlichen Beratungsgespräch auf konkrete Beschäftigungsmöglichkeiten in Oberösterreich aufmerksam gemacht werden und in weiterer Folge soll mit ihnen ein Vorstellungsgespräch in einem oö. Betrieb vereinbart werden. Einigen sich Betrieb und Fachkraft auf ein Beschäftigungsverhältnis, dann wird diese Fachkraft durch eine zweite Servicestelle, die sich in Oberösterreich befindet, entweder beim Pendeln in unser Bundesland unterstützt oder überhaupt bei der Übersiedlung nach Oberösterreich begleitet. Die Betreuung wird unter anderem auch Unterstützung bei der Suche nach einer Wohnung, bei der Jobsuche für den Partner oder bei Schul- und Betreuungsplätzen für Kinder umfassen“, erläuterte LR Achleitner.

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