Qualifizierung stärken, um Beschäftigung zu sichern.

Gerade jetzt in der Krise zeigt sich einmal mehr, dass Qualifizierung der entscheidende Schlüssel für den Einstieg oder die Rückkehr in den Arbeitsmarkt ist. Daher setzen wir im Kampf gegen die gestiegene Arbeitslosigkeit ganz klar auf Qualifizierungsmaßnahmen.

Der Arbeitsmarkt bleibt auch in Oberösterreich eine große Herausforderung, frühestens nach dem Winter ist eine erste Entspannung zu erwarten. Darum gilt auch für OÖ als das Arbeits- und Wirtschafts-Bundesland Nr. 1 weiterhin die klare Devise: Wir kämpfen weiterhin darum, dass möglichst viele Menschen in Arbeit bleiben oder rasch wieder in Beschäftigung kommen

 
3 Faktoren sorgen für erhöhte Arbeitslosigkeit in OÖ


Ende Dezember gab es in Oberösterreich 52.103 Arbeitslose, das sind um 8.763 mehr als im Vergleichsmonat des Jahres davor. Für diesen erwarteten Anstieg sind gleich 3 Faktoren ausschlaggebend:

 Die durch die Lockdown-Maßnahmen ausgelöste gestiegene Arbeitslosigkeit, insbesondere in Handel und Gastronomie,
 die alljährliche Saison-Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten und
 die Tourismus-Saisonarbeitskräfte, die nicht wie bisher in den westlichen Bundesländern arbeiten können und daher jetzt in OÖ arbeitslos gemeldet sind.


Ermutigende Signale auch in der Krise

Corona hinterlässt auch auf dem Arbeitsmarkt in unserem Bundesland Spuren. Allerdings ist OÖ im Hinblick auf die Beschäftigungslage bisher besser durch die Krise gekommen als andere Bundesländer: Mit 7,3 % hat OÖ im Dezember erneut die niedrigste Arbeitslosenrate aller Bundesländer aufgewiesen. Auch bei der Jahres-Arbeitslosenrate 2020 hat Oberösterreich mit 6,5 % den niedrigsten Wert von allen Bundesländern aufgewiesen – vor Salzburg mit 7,3 % und Vorarlberg mit 7,7 %. Bundesweit hat die Jahres-Arbeitslosenquote 2020 9,9 % betragen. Auch die Anzahl der Beschäftigten ist in OÖ im Dezember 2020 nur um rund 7.000 Personen unter dem Dezember-Wert 2019 gelegen.

 

Aber trotzdem gilt: Jeder arbeitslose Mensch ist einer zu viel.

 

Denn eines ist klar: Am Arbeitsmarkt geht es nicht um Statistiken, sondern um einzelne Schicksale. Daher kämpfen wir in Oberösterreich um jeden Arbeitsplatz. 

Landeshauptmann Thomas Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner

Ein wesentlicher Faktor dafür, dass Oberösterreichs Arbeitsmarkt bisher besser durch die Krise gekommen ist, besteht darin, dass oö. Betriebe das Corona-Kurzarbeitsmodell der Bundesregierung besonders intensiv nutzen: Derzeit sind 80.370 Beschäftigte in 7.753 Betrieben in OÖ in Kurzarbeit.


Investitionen sichern und schaffen Arbeitsplätze

In Oberösterreich hat der Kampf um jeden Arbeitsplatz weiterhin oberste Priorität. Daher wenden wir mit unserem ‚Oberösterreich-Plan‘ bis zum Jahr 2025 1,2 Milliarden auf, um unser Bundesland wieder stark zu machen. Diese Impulse in die Wirtschaft sichern und schaffen Arbeitsplätze.


Darüber hinaus sind es aber erfreulicherweise auch Oberösterreichs Betriebe, die trotz Krise investieren und so Jobs absichern und neue Jobs schaffen. Mehr als ein Viertel aller Anträge auf die neue Investitionsprämie des Bundes wurden bis jetzt von Unternehmen aus Oberösterreich gestellt. Mit einem Prämienvolumen: von 711 Mio. Euro werden so Investitionen in Höhe von 7,4 Milliarden Euro ausgelöst. Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort Oberösterreich, von dem vor allem auch die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer profitieren.

 

Oberösterreich wieder stark machen:
Qualifizierung stärken, um Beschäftigung zu sichern

Gerade jetzt in der Krise zeigt sich einmal mehr, dass Qualifizierung der entscheidende Schlüssel für den Einstieg oder die Rückkehr in den Arbeitsmarkt ist. Daher setzen wir im Kampf gegen die gestiegene Arbeitslosigkeit ganz klar auf Qualifizierungsmaßnahmen. Damit unterstützen wir nicht nur arbeitslose Menschen in OÖ dabei, möglichst rasch wieder eine Beschäftigung zu finden. Zugleich wird damit auch ein wichtiger Beitrag dazu geleistet, dass unsere Betriebe jene Fachkräfte bekommen, die sie benötigen. Denn wir haben in OÖ die auf den ersten Blick paradoxe Situation, dass trotz Corona-bedingt gestiegener Arbeitslosigkeit nach wie vor viele Unternehmen dringend Fachkräfte suchen. Die Schere zwischen steigender Arbeitslosigkeit auf der einen und Fachkräftebedarf auf der anderen Seite wollen wir mit Qualifizierungsmaßnahmen schließen.

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner

Vordringlich sollen so die rund 15.000 offenen Stellen besetzt werden, die es aktuell in Oberösterreich gibt.

 
Aus- und Weiterbildung erhöhen Jobchancen und Arbeitsplatzsicherheit


„Oberösterreich setzt auf ein Bündel an Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung, um sowohl die Chancen auf einen neuen Job als auch die Arbeitsplatz-Sicherheit zu erhöhen“, erklären Landeshauptmann Stelzer und Landesrat Achleitner. Dazu zählen insbesondere:

 Neues Angebot „Bildungskarenz Plus“

 Förderprogramm „Innovative Skills“

 Qualifizierungsverbund „Digitale Kompetenz“

 OÖ. Zukunftsstiftung

 

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