OÖVP will mit Pflegelehre mehr junge Menschen für die Pflege begeistern

Neben weiteren Ausbildungs-Kursen braucht es neue Denkansätze in der Pflege.

„Es ist wichtig, alles zu tun, um ausreichend Menschen für den Pflegeberuf zu gewinnen, denn der Personalbedarf wird auch in Oberösterreich weiter zunehmen“, begrüßt OÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer die heute präsentierte Fortführung der Ausbildungs-Kurse. Hattmannsdorfer verweist dabei auf Berechnungen des Landes, wonach allein in Oberösterreich in den nächsten 20 Jahren die Zahl der Pflegebedürftigen um 40.000 Personen zunehmen wird. „Es braucht daher im Sinne der Sicherung der Pflege nicht nur eine Neuauflage von Kursen, sondern auch neue Denkansätze, um zusätzliche Personengruppen zu begeistern“, steht für Hattmannsdorfer fest.

 

„Die Deckung des Personalbedarf in der Pflege muss deshalb auch ein zentrales Thema bei der Pflegereform des Bundes sein. Wichtig ist, dass es jetzt möglichst schnell konkrete Ergebnisse gibt!“, betont Hattmannsdorfer. „In Oberösterreich haben wir bereits viele Initiativen eingeleitet. Wir können aber nur dann ausreichend Pflegekräfte gewinnen, wenn auch der Bund in seinen Zuständigkeiten Lösungen auf den Tisch bringt“, so Hattmannsdorfer.

 

„Ich bin daher froh, dass auf Bestreben Oberösterreichs die Einführung einer Pflegelehre im Regierungsprogramm des Bundes aufgenommen wurde. Entscheidend ist, dass die Pflegelehre jetzt auch rasch realisiert wird. Sie ist ein zentraler Baustein, um mehr junge Menschen für die Pflege zu gewinnen und um die bestehende Ausbildungslücke zwischen 15 und 17 Jahren zu schließen“, betont Hattmannsdorfer und verweist darauf, dass die Pflegeausbildung erst im Alter von 17 Jahren begonnen werden kann, wodurch viele an der Pflege interessierte Jugendliche zum Beginn eines anderen Lehrberufs gedrängt werden und für die Pflege verloren gehen.

„Bei einem Blick über die Landesgrenzen zeigt sich, dass anderswo die Pflegelehre längst ein Erfolgsrezept ist. In der Schweiz ist die Pflegelehre meist der drittbeliebteste Lehrberuf. Mehr als 4.000 junge Menschen werden in der Schweiz jährlich ausgebildet“, zeigt Hattmannsdorfer auf.

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