OÖVP-Hattmannsdorfer: „Fordern die Erhöhung des Pflegegeldes für alle Stufen“

Nach finanzieller Entlastung durch Abschaffung des Pfege-Regresses ist die Erhöhung der Pflegegelder der nächste Schritt - Menschen sollen so lange wie möglich in ihren eigenen vier Wänden leben können - klares Signal in Richtung pflegende Angehörige

Im Rahmen der aktuellen Stunde zum Thema „Pflege“ im heutigen Oö. Landtag forderte OÖVP-Landesgeschäftsführer LAbg. Sozialsprecher Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer vom Bund eine Erhöhung des Pflegegeldes für alle Stufen.

„Wir wollen, dass pflegebedürftige Menschen so lange als möglich in ihren eigenen vier Wänden leben können. Durch mehr Geld bereits ab Pflegestufe 1 soll das sichergestellt sein“, so Hattmannsdorfer.

Im Sozialausschuss des Nationalrats am Dienstag hat Beate Hartinger-Klein angekündigt, dass sie eine Erhöhung des Pflegegeldes plant, allerdings erst ab der Pflegestufe 4. „Ich begrüße das Vorhaben“, so Hattmannsdorfer. „Wir gehen allerdings noch einen Schritt weiter.“

Rund 80 Prozent der Pflege wird hierzulande innerhalb der Familie geleistet. „Wir wollen mit der Pflegegelderhöhung ein klares Signal in Richtung Familien und pflegende Angehörige senden“, erklärt Hattmannsdorfer. Seit der Einführung des Pflegegeldes hätte es auch kaum Valorisierungen und damit Wertverluste gegeben. „Das wollen wir ausgleichen“

Nach der finanziellen Entlastung durch Abschaffung des Pflege-Regresses sei die Erhöhung der Pflegegelder nun der nächste Schritt, um ein Altern in Würde und eine sichere Pflege in Oberösterreich zu garantieren, so Hattmannsdorfer.

Am 17. Oktober startet der von der OÖVP beantragte Unterausschuss zur Pflege. Die Leitplanken der  OÖVP lauten hierfür:

  • „mobil vor stationär“: Pflegebedürftige sollen so lange wie möglich in eigenen vier Wänden wohnen können
  • Entlastung pflegender Angehöriger, u.a. durch Ausbau der Tagesbetreuung und Tageszentren sowie durch Ausbau der KurzzeitPflegeplätze
  • Start einer Ausbildungsoffensive für Pflegekräfte
    • Schließung der Ausbildungslücke zwischen 15. und 17. Lebensjahr
    • Ausbildung für Wiedereinsteiger attraktivieren
    • Einsatz Pflegeassistenz-kräfte im mobilen Bereich bereits nach 1 Jahr Ausbildung
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