OÖVP-Hattmannsdorfer: "Es geht darum, Menschen zu pflegen und nicht irgendwelche Akten"

Im heutigen Unterausschuss zur Pflege wurde der OÖVP-Antrag zur Entbürokratisierung in Pflegeheimen behandelt - Gemeinsam mit Experten wurden Vorschläge zum Bürokratieabbau erarbeitet.

Ziel ist konkrete Entrümpelung und spürbare Maßnahmen, damit Mitarbeiter wieder mehr Zeit für die Menschen haben.

 

Wir brauchen wieder mehr Vertrauen in die Kompetenz der Mitarbeiter“, so Hattmannsdorfer

Gemeinsam mit Experten wurden im heutigen Unterschuss-Pflege Vorschläge zur Entbürokratisierung in Pflegeheimen erarbeitet. Aus der Verwaltungspraxis heraus habe sich ein stetig steigender Bürokratieberg aufgebaut, den Pflegemitarbeiter bewältigen müssen. „Der Verwaltungsaufwand belastet Mitarbeiter und raubt wertvolle Zeit, welche für die eigentliche Arbeit für und am Menschen genutzt werden sollte“, so OÖVP-Sozialsprecher Wolfgang Hattmannsdorfer.

 

Als nächster Schritt wird auf Initiative von Hattmannsdorfer eine eigene Arbeitsgruppe eingerichtet, um konkrete Vorschläge und Maßnahmen zu erarbeiten. Ziel der OÖVP ist eine konkrete Entrümpelung und spürbare Maßnahmen, damit Mitarbeiter wieder mehr Zeit für die Menschen haben:

 

Konkret fasst Hattmannsdorfer folgende Punkte ins Auge:

  • Einheitliche Anforderungsstandards bei Dokumentationspflichten. „Wir brauchen einen Paradigmenwechsel bei den Dokumentationspflichten mit Fokus auf Anomalien statt Alltäglichkeiten“, so Hattmannsdorfer. (Beispielsweise sollte in Zukunft nicht zigmal etwas Selbstverständliches wie Nägelschneiden, Zähneputzen oder Lüften notiert werden müssen, sondern nur dann, wenn der Nagel z.B. eingewachsen ist)„Es geht darum, Menschen zu pflegen und nicht irgendwelche Akten. Wir brauchen wieder mehr Vertrauen in die Kompetenz der Mitarbeiter!“
     
  • Entrümpelung der Alten und Pflegeheimstatistiken. Mit enormen Aufwand müssen Pflegeheime derzeit einen Berg an Statistiken erheben, die oft nicht verwertet werden. „Hier müssen wir entrümpeln und auf das Nötige reduzieren“, so Hattmannsdorfer.
     
  • Insbesondere soll überprüft werden, wie die Möglichkeiten der Digitalisierung genutzt werden können, um die Dokumentation zu vereinfachen bzw. Doppelgleisigkeiten zu bereinigen. 
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