OÖVP-Hattmannsdorfer: „Brauchen neue Wege beim Pflegegeld und einen Bonus für diejenigen, die zuhause gepflegt werden“

Es braucht einen Paradigmenwechsel beim Pflegegeld. Vor allem die Pflege zuhause soll noch stärker profitieren. Die meisten Pflegebedürftigen wünschen sich Pflege in den eigenen vier Wänden – die muss uns daher auch etwas wert sein“, betonte OÖVP-Landesgeschäftsführer Dr. Wolfgang Hattmannsdorfer in der heutigen Landtagssitzung. Konkret schlägt Hattmannsdorfer ein Drei-Punkte-Paket vor.

Erstens will Hattmannsdorfer die Erhöhung des Pflegegeldes erreichen. „Seit der Einführung vor 25 Jahren wurde das Pflegegeld nur fünf Mal valorisiert und hat deutlich an Wert verloren. Eine Erhöhung wäre deshalb nicht nur ein wichtiges Signal für pflegende Angehörige, sondern auch eine Entlastung der stationären Einrichtungen.“

Zweitens fordert Hattmannsdorfer nicht einfach eine pauschale Erhöhung des Pflegegeldes, sondern eine intelligente Weiterentwicklung: „Jene, die zuhause gepflegt werden, sollen von einem Pflegegeld-Bonus profitieren. Damit schaffen wir einen wichtigen Anreiz für die Pflege in den eigenen vier Wänden.“

Drittens muss bei der Pflegegeld-Einstufung Demenz neu bewertet werden. „Es ist unrealistisch zu glauben, dass man den erschwerten Betreuungsaufwand durch Demenz – wie derzeit geregelt – mit 25 Stunden im Monat abdecken kann. Da braucht es eine realistische Bewertung“, so Hattmannsdorfer. Demenz ist jetzt schon eine der größten Herausforderungen und Schätzungen zufolge wird sich die Zahl der Demenzkranken bis 2050 mehr als verdoppeln.