OÖ-Paket für Gesundheits- und Pflegeberufe ab 1.2. in Kraft

Höherer Lohn für 13.500 Mitarbeiter und verbesserte Arbeitsbedingungen in der Pflege

Am Montag, 1. Februar 2021, treten eine Vielzahl an Maßnahmen zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der Pflege sowie deutliche Lohnerhöhungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Pflege- und Gesundheitsbereich in Kraft. Die Verbesserungen betreffen das Pflegepersonal in Oberösterreichs Krankenhäusern, Alten- und Pflegeheimen, mobilen Diensten und Einrichtungen, die Leistungen nach dem Chancengleichheitsgesetz erbringen. 

Landeshauptmann Thomas Stelzer über das umfassende Paket mit Gesamtkosten in Höhe von 33,7 Mio. Euro jährlich.

Lohnerhöhungen für 13.500 Mitarbeiter

Zentraler Teil des Pakets sind Lohnerhöhungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Pflege- und Gesundheitsbereich. Die sich dadurch ergebenden Mehrausgaben in Höhe von 22,6 Mio. Euro jährlich teilen sich das Land und die Gemeinden jeweils zur Hälfte. „Oberösterreichs Pflegekräfte leisten Außerordentliches in der Fürsorge und Betreuung unserer Liebsten und verdienen unsere höchste Wertschätzung. Mit Februar erhalten nun 13.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Pflege- und Gesundheitsbereich deutlich mehr Entlohnung“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer. Von den Lohnerhöhungen sind Dipl. Pflegekräfte, Hebammen und klin. Sozialarbeiterinnen und -arbeiter umfasst. Für diese kommt es zu einer Verbesserung um eine halbe bis eine ganze Funktionslaufbahn. „So erhalten beispielsweise diplomierte Krankenschwestern und Pfleger in der mittleren Gehaltsstufe um 170 Euro monatlich mehr, bei Kreiszimmer-Hebammen in der mittleren Gehaltsstufe beträgt das Plus sogar 196 Euro pro Monat“, führt Stelzer aus.

 

Verbesserung der Arbeitsbedingungen zur Entlastung der Pflegekräfte

„Zusätzlich zu den Lohnerhöhungen investieren wir gemeinsam mit den Gemeinden 11,1 Mio. Euro jährlich, um die Arbeitsbedingungen in der Pflege in Oberösterreich spürbar zu verbessern und für ein besseres Berufsumfeld zu sorgen“, so Landeshauptmann Stelzer. Die Arbeitsverbesserungen im Detail:

  • In Alten- und Pflegeheimen wird ab 60 Betten ein zweiter Nachtdienst eingerichtet.
  • Die Abgeltungen für kurzfristiges Einspringen werden deutlich angehoben.
  • Die Abgeltung der Anwesenheitsbereitschaft in Krankenhäusern wird erhöht.
  • In Alten- und Pflegeheimen kommt es für das Pflegepersonal zu einer Arbeitszeitverkürzung von einer 40 Stundenwoche auf annähernd 39 Wochenstunden.
  • Teilzeitbeschäftigte im Pflegebereich haben künftig ein Recht auf Vollzeitbeschäftigung in einer gleichwertigen Verwendung.
  • Darüber hinaus können Alten- und Pflegeheime zusätzliches Hilfspersonal im Ausmaß von zusätzlich 2 Prozent des Mindestpersonalschlüssels anstellen. Diese Maßnahme wurde vorgezogen und ist bereits in Kraft.

 

Das Paket ist das Resultat einer Einigung des Landes mit Städtebund, Gemeindebund sowie den Gewerkschaften. Die Einigung wurde am 15. Juli 2020 erzielt und tritt nun mit 1. Februar 2021 vollinhaltlich in Kraft.

„Ich danke der Gewerkschaft sowie den Vertretern von Gemeinden und Städten, dass wir gemeinsam dieses Paket zur Entlastung von Pflegekräften und zur Verbesserung ihrer Arbeitsbedingungen auf den Weg bringen konnten. Gerade jetzt in der Corona-Krise zeigt sich einmal mehr, welch unschätzbare Leistungen im Pflege- und Gesundheitsbereich erbracht werden. Diese Leistungen haben unseren Dank und höchste Wertschätzung verdient“, so der Landeshauptmann.

 

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