Online-Giganten sollen nicht mehr in Steueroasen fliehen dürfen.

Rabattschlachten bestätigen Österreichs Ruf nach internationaler Digitalsteuer – Heuer bewusst heimische Angebote nutzen und damit den oberösterreichischen Einzelhandel mit seinen rund 48.000 Mitarbeiter unterstützen

Anlässlich der neuerlichen Rabatt-Schlachten der Online-Giganten rund um den „Black Friday“ und den darauffolgenden „Cyber Monday“ plädiert Landeshauptmann Thomas Stelzer für die Einführung einer internationalen Digitalsteuer:

Durch die derzeitigen Kräfteverhältnisse zwischen internationalen Online-Shop-Giganten und dem heimischen Handel ist eine internationale Digitalsteuer unausweichlich. Es ist absolut ungerecht, dass heimische Anbieter ihren Beitrag zum Steuersystem leisten, während Online-Giganten durch Flucht in Steueroasen Steuern minimieren – das kann langfristig nicht funktionieren.

 

Mit einer Digitalsteuer können wir im Wettbewerb mit den globalen Online-Giganten sukzessive Chancengleichheit für unsere heimischen Anbieter herstellen. 

Landeshauptmann Thomas Stelzer

In dieser Causa wird auf Ebene der OECD seit längerem um eine möglichst weltweit gültige Digitalsteuer-Regelung gerungen – bis dato ohne Ergebnis.

Es ist daher sehr zu begrüßen, dass die EU-Kommission bei einem weiteren Ausbleiben einer globalen Einigung für 2021 ein eigenes Steuermodell auf Onlinegeschäfte angekündigt hat.

Landeshauptmann Thomas Stelzer

In Österreich gibt es in der Bevölkerung für den Vorschlag laut einer aktuellen repräsentativen Umfrage von Unique Research eine breite Mehrheit. Konkret haben sich zuletzt 68 Prozent der befragten Konsumenten dafür ausgesprochen, eine Digitalsteuer zur Finanzierung der Corona-Hilfspakete heranzuziehen.

 

LH Stelzer: „Gerade jetzt bei heimischen Anbietern einkaufen“

Laut der jüngsten Prognose des Österreichischen Handelsverbandes für die bevorstehenden Rabatt-Tage Black Friday und Cyber Monday zeichnet sich im Einkaufsverhalten trotz Corona-Krise und Lockdown keine grundlegende Änderung ab: 58 Prozent der befragten Konsumenten wollen demnach die Rabatt-Tage für Einkäufe nutzen (2019: 59 %), die geplanten Ausgaben werden heuer im Schnitt mit 258 Euro angegeben (2019: 260 Euro). Drei Viertel der Kundschaft wollen schon für Weihnachten einkaufen.

„Angesichts der Prognosen und des Lockdowns in den heimischen Handelsgeschäften appelliere ich an die Konsumentinnen und Konsumenten, insbesondere an den bevorstehenden Rabatt-Tagen in den heimischen Online-Shops einzukaufen oder Einkäufe für Weihnachten noch bis zur Öffnung der heimischen Geschäfte zu verschieben“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer. „Gerade jetzt in der Krise hat sich der oberösterreichische Einzelhandel mit seinen rund 48.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern die volle Solidarität der Konsumentinnen und Konsumenten verdient“, unterstreicht Landeshauptmann Stelzer.

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