Nur mit einer starken Landwirtschaft kann Oberösterreich wieder stark gemacht werden.

Neue Digitalisierungsförderung für Homepages und Webshops – Vorrang für heimische Lebensmittel

„Ein klares Bekenntnis zur Stärkung der oberösterreichischen Landwirtschaft“, gab Landeshauptmann Thomas Stelzer gemeinsam mit Landwirtschaftskammer-Präsidentin Michaela Langer-Weninger im Rahmen eines Lokalaugenscheins beim bäuerlichen Direktvermarkter Biohof Pevny in Niederneukirchen ab. „Gerade die Corona-Krise führt uns den unschätzbaren Wert der regionalen Lebensmittelversorgung durch die Landwirtinnen und Landwirte noch stärker vor Augen“, betonte Stelzer.

 

Oberösterreich ist ein starkes Agrarbundesland. Mehr als 23.300 bäuerliche Familienbetriebe erarbeiten jährlich einen agrarischen Produktionswert von rund 1,68 Milliarden Euro und sichern so mehr als 100.000 Jobs entlang der Wertschöpfungskette in Oberösterreich.

Die Landwirtschaft ist nicht nur Lebensmittelversorger, sie ist auch Arbeitsplatzmotor und das Rückgrat unserer ländlichen Räume. Nur mit einer starken Landwirtschaft kann Oberösterreich wieder stark gemacht werden. Deshalb wollen wir unsere Bauerinnen und Bauern auch entsprechend unterstützen. 

Landeshauptmann Thomas Stelzer

 

Das Land OÖ unterstützt die bäuerlichen Betriebe mit maßgeschneiderten Angeboten. Ein besonderer Fokus liegt dabei auch auf der Innovationskraft und der Weiterentwicklung auf den Höfen. Aktuell wird unter anderem seitens der Landesregierung in der kommenden Woche eine neue Förderungsstufe für Homepages und Webshops präsentiert. Diese Digitalisierungs-Förderung soll den wichtigen Kontakt zwischen Produzenten und Konsumenten weiter stärken.

Regionale Lebensmittel stärken die ländlichen Wirtschaftskreisläufe, erhöhen die Krisensicherheit und sorgen für Lebensqualität im Land

Landeshauptmann Thomas Stelzer

 

Zusätzlich stärkt das Land OÖ die Landwirtschaft durch die konsequente Verarbeitung regionaler Lebensmittel in allen landeseigenen Betriebsküchen. 

 

Darüber hinaus stehen vom Bund 50 Millionen Euro für steuerliche Entlastungsmaßnahmen und 350 Mio. für Investitionsmaßnahmen im Bereich der Forstwirtschaft für bäuerlichen Betriebe zur Verfügung.

 

LK-Präsidentin Michaela Langer-Weninger: „Fordern die Einführung einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln“

Die Corona-Krise hat in der Gesellschaft ein neues Bewusstsein für den Wert heimischer und regionaler Lebensmittel geschaffen. Konsumenten setzen beim Einkauf von Lebensmitteln fast ausschließlich auf heimische Produkte. Zumindest dort, wo aufgrund bestehender verpflichtender Angaben die Herkunft auch klar erkennbar ist. Das betrifft derzeit vor allem Frischfleisch, Eier, Obst und Gemüse sowie Bioprodukte.

„Die Landwirtschaftskammer Oberösterreich fordert daher vom Gesundheitsministerium die rasche Umsetzung der im Regierungsprogramm für das Jahr 2021 verankerten Einführung einer verpflichtenden Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln und in der Gemeinschaftsgastronomie“, betont LK-Präsidentin Michaela Langer-Weninger.

Nach einer Motivanalyse der Agrarmarkt Austria erachten aber auch 90 Prozent der Konsumenten die österreichische Herkunft bei Lebensmitteln als wichtig. Die Frage der Herkunftskennzeichnung steht auch in direkter Verbindung mit dem Thema Versorgungssicherheit. Die Herkunftskennzeichnung ist Voraussetzung dafür, dass Konsumenten eine echte Wahlmöglichkeit haben und gezielt zu heimischen Lebensmitteln mit Mehrwert greifen können.

Nur, wenn beim Einkauf oder beim Essen in Gemeinschaftsküchen regelmäßig und konsequent auf heimische Lebensmittel zurückgegriffen wird, können diese von der heimischen Land- und Lebensmittelwirtschaft auch in Krisensituationen verlässlich zur Verfügung gestellt werden“, so Langer-Weninger.

Der Corona-Lockdown war für viele nicht nur eine Leer-Zeit, sondern auch eine Lehrzeit in Sachen Selberkochen und Wertschätzung gegenüber der regionalen Lebensmittelproduktion. Die Plattform www.esserwissen.at liefert interessante Infos zu folgenden Themen: Bewusster Einkauf, Lagerung, Verarbeitung, Vorratshaltung, Saisonalität und Regionalität, Produktion und die ernährungsphysiologische Bedeutung einzelner Lebensmittel. „Ich wünsche mir, dass das gesteigerte Bewusstsein für hochqualitative heimische Lebensmittel und die Leistungen der Bäuerinnen und Bauern, die sie herstellen, sich auch in Wertschätzung und letztlich Wertschöpfung für unsere Landwirte wiederspiegeln“, so Langer-Weninger abschließend.

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Landeshauptmann Thomas Stelzer, Landwirtschaftskammer-Präsidentin Michaela Langer-Weninger mit Franz und Anna Pevny.
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Bäuerin Anna Pevny mit Landwirtschaftskammer-Präsidentin Michaela Langer-Weninger und Landeshauptmann Thomas Stelzer