Jeder Arbeitslose ist einer zuviel!

Oberösterreich kommt besser durch die Krise als andere Bundesländer, trotzdem geht Kampf um jeden Arbeitsplatz weiter.

Die Arbeitslosigkeit ist auch in Oberösterreich weiter angestiegen: Von Dezember 2020 auf Jänner 2021 um 1.449 auf 53.552 Menschen ohne Beschäftigung in OÖ.

Für diesen zu erwartenden Anstieg sind gleich drei Faktoren ausschlaggebend:

Die durch die Lockdown-Maßnahmen ausgelöste gestiegene Arbeitslosigkeit, insbesondere in Handel und Gastronomie, die alljährliche Saison-Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten und die Tourismus-Saisonarbeitskräfte, die nicht wie bisher in den westlichen Bundesländern arbeiten können und daher jetzt in OÖ arbeitslos gemeldet sind. Trotzdem kommt unser Bundesland nach wie vor besser durch die Krise als andere.

Mit einer Arbeitslosenrate von 7,6 % hat OÖ die niedrigste Arbeitslosenrate aller Bundesländer, mit deutlichen Abstand zu Vorarlberg mit 9 % und Salzburg mit 9,7 %. Österreichweit beträgt die Arbeitslosenquote 11,4 %.

Doch hinter allen diesen statistischen Daten stehen menschliche Schicksale, jede und jeder Arbeitslose ist noch eine und einer zu viel. Daher kämpfen wir in OÖ weiterhin darum, möglichst viele Menschen in Beschäftigung zu halten oder rasch wieder in Beschäftigung zu bringen. Kürzlich haben wir bereits ein umfassendes Qualifizierungspaket präsentiert und diese Woche wird zu einer arbeitsmarktpolitischen Schwerpunktwoche in OÖ. 

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner

Auch bei der Zahl der arbeitslosen Jugendlichen und der Arbeitslosen über 50-jähigen weist OÖ nach wie vor die niedrigste Arbeitslosenrate aller Bundesländer auf.
Ende Jänner gab es in OÖ rund 655.000 Beschäftigte, das ist mit rund 5.000 nach wie vor ein vergleichsweise geringer Rückgang gegenüber dem Vorjahresmonat 2020.

Ende Jänner gab es auch mehr als 18.000 offene Stellen in Oberösterreich. Die Betriebe suchen nach wie vor dringend Fachkräfte, daher haben wir auch ein umfassendes Qualifizierungsprogramm gestartet, um die Menschen für jene Bereiche zu qualifizieren, in denen Arbeitskräfte gesucht werden. Nach wie vor kommen auch auf jeden Lehrstellensuchenden zwei offene Lehrstellen. Ein Lehrberuf bietet für Jugendliche viele Chancen, denn die Lehrlinge von heute sind die gesuchten Fachkräfte von morgen. 

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner

 

„Bereits morgen, Dienstag, startet die Taskforce ‚Langzeitarbeitslosigkeit‘, die wir ins Leben gerufen haben, um konkrete Maßnahmen zu erarbeiten, wie Langzeitarbeitslose trotz Krise wieder in Beschäftigung gebracht werden. Am Mittwoch kommt der neue Arbeitsminister Martin Kocher nach Oberösterreich, wir werden mit im Arbeitsgespräche führen, um unsere aktive Arbeitsmarktpolitik mit den Bundesaktivitäten noch besser abzustimmen. Und am Donnerstag tagt auf Landtagsebene wieder der Unterausschuss ‚Arbeitsmarkt‘, der sich ebenfalls mit Impulsen für Beschäftigung in OÖ befasst“, geben Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner einen Ausblick auf die arbeitsmarktpolitische Schwerpunktwoche in Oberösterreich.

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