Integration gelingt nur mit ausreichenden Deutschkenntnissen!

Ein klarer Fokus auf das Erlernen der deutschen Sprache und die Vermittlung unserer Werte sind für gelungene Integration entscheidend.

Im veröffentlichten ÖIF-Integrationsreport für Oberösterreich zeigt sich ein deutlicher Zusammenhang zwischen der Umgangssprache von Kindern und Jugendlichen und ihrem Erfolg am Bildungsweg. So ist der Anteil von Jugendlichen ohne Pflichtschulabschluss bei jenen mit nichtdeutscher Umgangssprache mehr als viermal so hoch als bei jenen mit deutscher Umgangssprache. Insgesamt beträgt der Anteil von Schülerinnen und Schülern mit nicht-deutscher Umgangssprache in Oberösterreich 22,6 Prozent und liegt damit unter dem Österreich-Schnitt von 26,5 Prozent.

 

„Deutsch ist der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration. Wir legen in Oberösterreich daher bewusst einen klaren Fokus auf das Erlernen der deutschen Sprache und werden das auch weiter tun“, führt Landeshauptmann Thomas Stelzer aus. Dies zeige sich etwa darin, dass Oberösterreich die neuen Deutschförderklassen besonders stark forciere und mit 7.303 teilnehmenden Schülerinnen und Schüler bundesweit an zweiter Stelle liege (Schuljahr 2018/19).

 

„In Oberösterreich zählen die Haltung und der Respekt vor unseren Werten“

Der heutige Bericht lässt zudem einen deutlichen Zusammenhang zwischen der Herkunft und dem Bildungsabschluss sowie der Integration am Arbeitsmarkt erkennen. So ist im Untersuchungszeitraum die Arbeitslosenquote bei Ausländern mit 11,1 Prozent doppelt so hoch gewesen als bei österreichischen Staatsangehörigen mit 5,5 Prozent. Besonders hoch war die Arbeitslosigkeit bei Staatsangehörigen aus Syrien (27,2 Prozent), Russland (26,8 Prozent) und Afghanistan (24,6 Prozent). Ein ähnliches Bild zeigt sich auch bei bildungs- und erwerbsfernen Jugendlichen: mit 10,7 Prozent waren Jugendliche mit Migrationshintergrund deutlich öfter weder erwerbstätig noch in Ausbildung als Jugendliche ohne Migrationshintergrund (3,9 Prozent).

„In Oberösterreich haben wir eine klare Leitlinie in der Integrationspolitik: Es ist für uns gleichgültig, woher jemand kommt, für uns zählt allein die Haltung: Ob man sich am Arbeitsmarkt und in die Gemeinschaft einbringt, ob man sich um das Erlernen der deutschen Sprache bemüht und ob man unsere Werte respektiert“, streicht der Landeshauptmann in Anbetracht der im Bericht aufgezeigten Herausforderungen hervor.

 

Oö. Integrationsleitbild legt Basis für Zusammenleben in Oberösterreich fest

Es habe sich, so Stelzer, in den letzten Jahren deutlich gezeigt, dass Integration nicht von selbst geschehe. „Wir haben daher bereits 2018 mit dem Oö. Integrationsleitbild in Oberösterreich klare Regeln und Erwartungen an Zuwanderer definiert und einstimmig im Landtag beschlossen. Wir erwarten uns ein uneingeschränktes Respektieren der Gleichstellung von Mann und Frau, ein Bekenntnis zur deutschen Sprache, ein Bemühen um sich selbst zu erhalten und wir haben Null Toleranz für politischen Islamismus und religiösen Extremismus“, führt Stelzer aus.

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