Höheres Pflegegeld für Demenz.

Parteiübergreifender Schulterschluss für OÖVP-Forderung nach besserer Pflegegeldeinstufung von Demenz

Der Unterausschuss Pflege des oberösterreichischen Landtags am 17. Dezember stand ganz im Zeichen der Demenz.

In einem parteiübergreifend formulierten Appell fordern wir die Bundesregierung auf, das Thema Demenzbetreuung zu einem wesentlichen Kapitel der derzeit in Ausarbeitung befindlichen Pflegereform zu machen. Angesichts der stark steigenden Fallzahlen entwickelt sich Demenz zu einer immer größeren Herausforderung im Sozial- und Pflegebereich. Das prognostizierte schnelle Ansteigen der Zahl an Demenzkranken bringt insbesondere stationäre und mobile Betreuungseinrichtungen unter Druck. 

OÖVP-Landesgeschäftsführer Wolfgang Hattmannsdorfer

Es braucht daher auch eine Festlegung auf eine bundesweite Demenzstrategie. Es geht dabei nicht nur um die Frage von grundsätzlichen Zielsetzungen, sondern vor allem darum, welche konkreten Maßnahmen ausgerollt und welche Schwerpunkte gesetzt werden. Hierzu muss vor allem die Finanzierung sichergestellt werden. Das gilt in der Pflege grundsätzlich und für den Schwerpunkt Demenz ganz besonders.

„Darüber hinaus wurde ein Konsens erzielt, mit einem Antrag im OÖ Landtag die Bundesregierung offiziell zu beauftragen, Demenz bei der Einstufung des Pflegegeldes stärker zu berücksichtigen“, kündigt Hattmannsdorfer an. „Demenz muss bei der Einstufung des Pflegegelds endlich realistisch bewertet werden. Aktuell berücksichtigt das Pflegegeld bei der Feststellung des Pflegebedarfes eine erschwerte Pflegesituation durch Demenz mit einem Zuschlag in Höhe von 25 Stunden pro Monat. Das ist insbesondere in Fällen weiter vorangeschrittener Demenz bei weitem nicht ausreichend“, zeigt Hattmannsdorfer heute im Ausschuss auf. „Es freut mich, dass damit eine zentrale OÖVP-Forderung eine Mehrheit findet und formal ein klarer Auftrag an den Bund in der kommenden Landtagssitzung beschlossen wird“, schließt Hattmannsdorfer.

AdobeStock_95949791.jpeg