Einsatz aus OÖ hat sich ausgezahlt - Fachkräftestipendium für Sozialberufe wurde heute im AMS-Beirat verlängert und ausgeweitet.

LH Stelzer: „Unterstützung für Menschen, die in einen Pflegeberuf wechseln wollen“

Der demographische Wandel gehört zu den zentralen Zukunftsfragen. Die Zahl der Pflegebedürftigen wird landesweit von derzeit rund 80.000 auf zirka 126.000 im Jahr 2040 steigen.

„Um diese Herausforderung bewältigen zu können brauchen wir ausreichend qualifiziertes und motiviertes Personal“, betont Landeshauptmann Thomas Stelzer.

Alleine in der Altenbetreuung werden laut Prognosen in Oberösterreich bis 2025 insgesamt 1.600 zusätzliche Vollzeitkräfte in der Pflege benötigt. 

Ein wichtiger Schritt im Kampf gegen den Fachkräftemangel in der Pflege

Durch den vehementen Einsatz aus Oberösterreich und zahlreiche Gespräche mit den Verantwortlichen auf Bundesebene ist es jetzt gelungen, das Fachkräftestipendium für Pflegeberufe einerseits zu verlängern (dieses wäre mit 31.12.2018 ausgelaufen) andererseits auf die Berufe unter anderem Pflegeassistenz, Pflegefachassistenz und auf den in Oberösterreich spezifischen „Fachsozialbetreuer Altenarbeit“ auszuweiten.

„Menschen werden in ihrer beruflichen Neuorientierung unterstützt. Das ist ein wichtiger Schritt im Kampf gegen den Fachkräftemangel in der Pflege. 
Es gibt ein Versprechen, dass in Oberösterreich auch in Zukunft das Altern in Würde und ein selbstbestimmter Lebensabend gesichert sein muss. Wir werden künftig jede helfende Hand in der Pflege brauchen“

Das Fachkräftestipendium des Bundes unterstützt Menschen, die in einen Mangelberuf wechseln. Dabei gibt es eine monatliche finanzielle Entschädigung zur Deckung der Lebenserhaltungskosten während der Ausbildung.

In Oberösterreich fallen rund 65 Prozent des Heimpersonals und rund 50 Prozent des Personals bei den mobilen Diensten unter die Berufsgruppe Fachsozialbetreuer Altenarbeit. In den Jahren 2014/2015 war der Fachsozialbetreuer Altenarbeit bereits Bestandteil des Fachkräftestipendiums.
Laut Daten des AMS nahmen im Jahr 2013 244 Personen (ohne Fachsozialbetreuer Altenarbeit) das Fachkräftestipendium in Anspruch; 2014 waren es 739 (mit Fachsozialbetreuer Altenarbeit). 

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