Das Land OÖ tut, was möglich ist, um die ärztliche Versorgung in den Gemeinden sicherzustellen.

Viele Ärzte in unserem Bundesland erreichen in den nächsten Jahren ihr Pensionsalter. Aktuell sind 28 von 670 Stellen für Allgemeinmediziner nicht besetzt. Für die Stellenbesetzung ist grundsätzlich die Sozialversicherung gemeinsam mit der Ärztekammer zuständig. Auch das Land OÖ tut, was möglich ist, um die ärztliche Versorgung in den Gemeinden sicherzustellen. Mit einer eigenen Medizinischen Fakultät hat Oberösterreich bereits frühzeitig gehandelt. Und es werden weitere Maßnahmen umgesetzt.

 

Oö. Medizinische Fakultät als wichtigste Strukturmaßnahme
  • In Zeiten der Pensionierung der Babyboomer-Generation ergeben sich überall Nachbesetzungsschwierigkeiten – so auch im medizinischen Bereich. Mit Blick auf diese anstehende Pensionierungswelle hat Oberösterreich bereits frühzeitig die Schaffung einer eigenen medizinischen Fakultät durchgesetzt. Ein besonderer Schwerpunkt gilt der Ausbildung von Allgemeinmedizinern.
     
  • Im Sommer 2020 schließen die ersten Studenten ihr Medizinstudium in Linz ab. In den nächsten drei Jahren können rund 150 Jungärzte am Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen.

 

Weitere Sofortmaßnahmen, um den Hausärzteberuf attraktiv zu machen
  • Pflichtpraktikum bei Hausärzten:
    Damit nicht nur der Spitalsbereich attraktiv ist, müssen Medizinabsolventen in Oberösterreich ein bezahltes Pflichtpraktikum bei einem Hausarzt absolvieren.
     
  • Mentorensystem:
    Ausgewählte Hausärzte nehmen interessierte Studenten bereits ab dem 2. Semester unter ihre Fittiche. Auch damit soll das Interesse für den Hausarzt-Beruf gestärkt werden.
     
  • Als erstes Bundesland ermöglicht Oberösterreich die Arzt-bei-Arzt-Anstellung:
    Vor allem junge Ärzte, die gerne in der Allgemeinmedizin arbeiten, wollen anfangs oft keinen Kassenvertrag übernehmen. So bekommen sie die Chance, trotzdem in diesem wichtigen Beruf zu arbeiten.
     
  • Honorare für niedergelassene Allgemeinmediziner:
    Für niedergelassene Ärzte gibt es 2019 und 2020 mehr Geld. Oberösterreichs Allgemeinmediziner verdienen damit mehr als in anderen Bundesländern.
     
  • Hausärztlicher Notdienst:
    Um Hausärzte zu entlasten, wurde mit dem HÄND ein Bereitschaftssystem für das Wochenende geschaffen. Damit ist auch am Wochenende die medizinische Versorgung sichergestellt.
     
  • Primärversorgungszentren:
    In den neuen Primärversorgungsmodellen arbeiten Hausärzte mit anderen medizinischen Gesundheitsberufen (z.B. Krankenpflege, Psychotherapie, Hebammen) im Team zusammen. So ist es möglich, dass viele Praxen längere Öffnungszeiten anbieten können und Patienten sich lange Wege ins Krankenhaus sparen
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