"Damit wir wissen, wo unser Essen herkommt"

Die Landwirtschaftskammer fordert seit Jahren, dass auch für verarbeitete Lebensmittel klar gekennzeichnet wird, woher die Zutaten kommen. Konsumenten sollen dadurch bewusst heimische Produzenten wählen können.

Die heimische Landwirtschaft und die Lebensmittelverarbeiter sind in Europa sowie international Vorbild in Sachen Qualität, Nachhaltigkeit, Bio-Anteil, Tierwohl, Gentechnikfreiheit, Hygienestandards und kleinregionaler Wertschöpfungsketten. Die österreichischen Konsumentinnen und Konsumenten wollen wissen, was sie essen und würdigen daher diese Vorreiterfunktion. 

Dort, wo die Herkunft für sie erkennbar ist, nämlich beim Lebensmitteleinkauf, greifen diese fast ausschließlich zu heimischen und regionalen Produkten. Dies gilt insbesondere für Lebensmittel mit EU-weit verpflichtender Herkunftsangabe wie z. B. Frischfleisch, Eier, Obst und Gemüse sowie Bio-Produkte. Die gegebene Transparenz bietet hier tatsächlich Wahlfreiheit und die Abstimmung beim Griff ins Regal geht hier fast ausschließlich zugunsten der heimischen Produzenten aus.
 

Verarbeitete Lebensmittel und Gemeinschaftsgastronomie -
Herkunftskennzeichnung soll auch hier Wahlfreiheit schaffen 


Nach wie vor großteils keine Transparenz gibt es bei verarbeiteten Lebensmitteln und in der Gemeinschaftsgastronomie – insbesondere in öffentlichen Einrichtungen. Die Landwirtschaftskammer fordert seit Jahren, dass durch eine Ausweitung der Herkunftskennzeichnung für Fleisch, Milch und Eier als Hauptzutat in Speisen bzw. verarbeiteten Lebensmitteln auch hier Transparenz und Wahlfreiheit geschaffen wird. Es ist erfreulich, dass dieses Anliegen erneut Eingang in das aktuelle Regierungsprogramm gefunden hat. Zudem wurde verankert, dass die Lebensmittelbeschaffung in öffentlichen Einrichtungen konsequent auf heimische Produkte umgestellt und auch der Bio-Anteil schrittweise konsequent auf 30 Prozent im Jahr 2025 und 55 Prozent im Jahr 2030 weiter ausgebaut werden soll.

Wir fordern nun die rasche Umsetzung der Herkunftskennzeichnung und der neuen Beschaffungsregeln für Lebensmittel. Damit das auch tatsächlich funktioniert, müssen die betroffenen öffentlichen Einrichtungen auch mit den erforderlichen Budgets ausgestattet werden.

LK-Präsidentin Michaela Langer-Weninger

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