Atomenergie hat in der Klima- und Energiezukunft der EU keinen Platz

Oberösterreichs Position ist klar: Die Klima- und Energiezukunft der Europäischen Union muss auf erneuerbare Energie setzen. Atomstrom ist keine Alternative für das Erreichen der Klimaziele.

Am 6. Juni fand eine Sitzung der Fachkommission für Umwelt, Klimawandel und Energie (ENVE) des Ausschusses der Regionen per Videokonferenz statt, in der sowohl ein Fahrplan für sauberen Wasserstoff als auch das europäische Klimagesetz behandelt wurden.

Als Vertreter Oberösterreichs habe ich mich im Fachgremium der 329 Regionen auf europäischer Ebene, einmal mehr für eine nachhaltige Energie- und Klimazukunft mit Fokus auf erneuerbare Energie stark gemacht. Dabei ist Wasserstoff ein wesentlicher Baustein, allerdings muss Wasserstoff, der mit Hilfe von Strom aus erneuerbaren Energien gewonnen wird, im Zentrum der Anstrengungen der EU stehen. 

Wirtschafts- und Europa-Landesrat Markus Achleitner

Oberösterreich unterstützt den europäischen Fahrplan für sauberen Wasserstoff, als Beitrag zu einem klimaneutralen Europa.
Die nachhaltigste Methode der Wasserstofferzeugung ist die Elektrolyse von Wasser mit Hilfe von Strom aus erneuerbaren Energien („grüner Wasserstoff“).

 

Die Produktion von Wasserstoff mit Atomstrom ist aus oberösterreichischer Sicht ein absolutes No-Go!

„Deshalb muss grüner Wasserstoff im Zentrum der Anstrengungen der EU und der Mitgliedstaaten stehen. Der Aufbau einer grünen Wasserstoffwirtschaft ist derzeit nicht wirtschaftlich, darum sind gerade in diesem Bereich die europäischen Förderinstrumente wichtige Treiber. Eine grüne Wasserstoffwirtschaft ist ein wesentlicher Pfeiler in Sachen nachhaltiger Industriepolitik und hilft die klimaneutrale Produktion vor allem in der Stahl-, Zement- und Chemieindustrie zu unterstützen. Das EU-geförderte Projekt „H2FUTURE“ am Werksgelände der voestalpine in Linz ist dafür ein absolutes Vorzeigebeispiel“, betont Landesrat Achleitner.

Europa-Landesrat Achleitner spricht sich außerdem deutlich gegen die Formulierung im Verordnungsvorschlag für ein Europäisches Klimagesetz aus, wonach Atomenergie eine für die Dekarbonisierung erforderliche Technologie sei. „Der Weg zur Erreichung der Klimaziele darf niemals über die verstärkte Nutzung von Atomkraft führen. Atomenergie hat in der Klima- und Energiezukunft der EU keinen Platz“, so Landesrat Achleitner abschließend.

Bedenken zur Rolle der Atomenergie im geplanten Klimagesetz wurden bereits in einer Stellungnahme des Oberösterreichischen Landtages nach der Veröffentlichung des Verordnungsentwurfes herausgestellt und diese atomkritische Haltung vom Österreichischen Bundesrat am 6. Mai 2020 untermauert.

 

Jetzt den Kampf gegen Atomkraft an der oö Grenze unterstützen!

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