315 Millionen € für Oberösterreichs Bahninfrastruktur

Modern, sicher und klimaschonend - das sollen Anreize für den Umstieg auf die Bahn in Oberösterreich sein. Das Land und die ÖBB investieren dafür heuer 315 Millionen Euro. Bahnhöfe sollen modernisiert bzw. neu- oder umgebaut werden. Weiters wird in Park & Ride-Anlagen, Eisenbahnkreuzungen sowie in die Attraktivierung von Bahnstrecken investiert.

Investitionen in den öffentlichen Verkehr sind nachhaltige Zukunftsinvestitionen und gelebter Klimaschutz. Daher begrüßen wir die Investitionen der ÖBB in unserem Bundesland. Auch das Land OÖ leistet einen großen Beitrag für ein attraktives öffentliches Verkehrsangebot. 

 

Oberösterreich braucht als wirtschaftlich starkes Bundesland ein starkes Infrastrukturnetzwerk, das den steigenden Anforderungen aus dem Güter- und Personenverkehr entspricht. Und zwar nicht nur im Zentralraum, sondern auch in den Regionen unseres Bundeslandes.

Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer

Vorschau auf die Bauvorhaben im Jahr 2020:

 

  Bahnhofsoffensive 
Die Großbaustellen Wernstein mit Investitionen von 43,9 Millionen € und Braunau (31 Millionen €) werden fertiggestellt und die beiden Bahnhöfe im Herbst eröffnet. Weitere Modernisierungen werden u.a. an den Bahnhöfen Bad Goisern Jodschwefelbad, Steyregg, Haltestelle St. Georgen a. d. Gusen sowie Linz-Wegscheid durchgeführt. Die Bahnhöfe Gaisberg-Wartberg (Summerauerbahn) und Ternberg (oö. Ennstalstrecke) werden fertiggestellt. Am Bahnhof Lungitz werden die Modernisierungsarbeiten fortgesetzt. Geplant werden derzeit die Umbauten der Bahnhöfe Micheldorf und Kremsmünster.

  Park & Ride-Offensive
2020 entstehen in OÖ rund 730 neue Stellplätze, davon über 380 für PKW und etwa 350 für Fahrräder. P&R sowie B&R-Anlagen sind geplant in Rohr-Bad Hall sowie Linz-Urfahr (Bike & Ride).

  Zweigleisiger Ausbau Pyhrnstrecke
Etwa 20 Kilometer der rund 100 Kilometer langen Strecke zwischen Linz und Selzthal wurden bisher zweigleisig ausgebaut. 2020 starten die Planungen für einen weiteren zweigleisigen Ausbau zwischen Hinterstoder und Pießling-Vorderstoder mit einer Länge von rund neun Kilometern. Damit schaffen wir mehr Kapazitäten für den Personen- und Güterverkehr.

  Modernisierung Mattigtalbahn
Im Abschnitt zwischen Friedburg und Braunau starten voraussichtlich im Herbst die ersten Arbeiten für die Attraktivierung der Mattigtalbahn. Im Abschnitt zwischen Friedburg und Braunau starten voraussichtlich im Herbst die ersten Arbeiten für die Attraktivierung der Mattigtalbahn. Es werden drei elektronische Stellwerke und neue Mittelbahnsteige an den Bahnhöfen Munderfing, Mattighofen und Mauerkirchen errichtet sowie Eisenbahnkreuzungen modernisiert.

  Viergleisiger Ausbau Linz-Wels
Es handelt sich um den letzten wichtigen Abschnitt des viergleisigen Ausbaus Wien-Wels. Für den Abschnitt Linz – Marchtrenk liegt seit März 2018 ein Umweltverträglichkeitsprüfungs (UVP)-Bescheid vor. Die Investitionen für Linz-Marchtrenk liegen bei 775,8 Millionen €. Für den Abschnitt Marchtrenk – Wels läuft das UVP-Verfahren seit 2019. Für den viergleisigen Ausbau dieses Abschnitts sind Investitionen von weiteren 225,9 Millionen € vorgesehen. Schon seit 2019 laufen die Arbeiten zum viergleisigen Ausbau der Westseite von Linz Hbf. Bis 2026 werden u.a. neue Gleise verlegt sowie Weichenverbindungen erneuert. Die Fertigstellung erfolgt 2027. Für den viergleisigen Ausbau Linz Hbf. Westseite werden 250,6 Millionen € investiert. Insgesamt werden auf der Strecke Linz-Wels bis 2026 1,25 Milliarden € investiert.

  Linz Vbf. West – Linz Signalbrücke:
Für diesen Abschnitt (das letzte Teilprojekt für einen durchgängig viergleisigen Ausbau zwischen Wien und Linz) werden die ÖBB 2020 die UVP-Planung einreichen. Das Projekt ist für eine Verdichtung des S-Bahn Taktes von Linz Richtung Osten von großer Bedeutung. Der Baubeginn ist voraussichtlich 2024.


  Linz Verschiebebahnhof Stadthafen
Der Bahnhof Linz Verschiebebahnhof Stadthafen ist ein zentraler Güterumschlagplatz im Linzer Industriegebiet. Die ÖBB starteten 2019 mit Modernisierungsmaßnahmen, die bis 2022 dauern. Das Investitionsvolumen beträgt 43 Millionen €, wobei 11,2 Millionen € durch die Linz Service GmbH / Bereich Hafen getragen werden.


  Mehr Sicherheit auf Eisenbahnkreuzungen
Die Sicherheitsoffensive auf Eisenbahnkreuzungen wird auch 2020 fortgesetzt.  2020 ist geplant in Oberösterreich rund 6 Mio. Euro in die Auflassung bzw. Modernisierung von Eisenbahnkreuzungen zu investieren.

  Lawinen- und Steinschlagschutz 
Für den Lawinen- und Steinschlagschutz entlang der oö. Bahnstrecken werden 2020 rund vier Millionen € investiert.

  Mehr Sicherheit für die Bahnstrecken

  • Zuglaufcheckpoints: 2020 werden in OÖ rund 1,4 Millionen € in Zuglaufcheckpoints investiert.
     
  • Railchecker: Das Schienennetz wird mit zwei sogenannten Railcheckern das österreichische Schienennetz kontinuierlich einem Monitoring unterzogen. Diese messen z.B. die Gleislage in Höhe und Richtung sowie die Schienenabnutzung und -oberfläche und erstellen während der Messfahrten Streckenvideos. Werden Schwachstellen im Netz detektiert, erfolgt sofort eine Meldung an die zuständigen Abteilungen, die die entsprechenden Maßnahmen zur Instandhaltung setzten. Dies gewährleistet höchste Sicherheit bei gleichzeitig wirtschaftlichem Erhaltungsaufwand.

 

      

 

Die gesamte Presseunterlage

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